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Schlaganfall

Schlaganfall
Aktualisiert am: 29.04.2026· Nächstes Update: 2029
Quelle:Gesundheitsinformation.de

Einleitung

Ein kann weitreichende Folgen haben. Viele Menschen sind danach körperlich und geistig eingeschränkt und erholen sich nur langsam. Eine Rehabilitation hilft dabei, Fähigkeiten wiederzuerlangen und den Alltag zu bewältigen.

Ein wird zunächst im Krankenhaus behandelt, idealerweise auf einer dafür spezialisierten Station (Stroke Unit). Dort wird versucht, die akuten Folgen der Erkrankung zu mindern und dauerhafte Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Je schneller und besser die Krankheit anfangs behandelt wird, desto weniger Langzeitschäden sind zu erwarten.

Die Krankenhausbehandlung dauert häufig etwa 1 bis 2 Wochen. Die Rehabilitation (abgekürzt „Reha“) beginnt schon in dieser Zeit und kann anschließend in einer Rehaklinik und zu Hause fortgesetzt werden.

Eine Rehabilitation lohnt sich, auch wenn sie anstrengend sein kann. Vielen Menschen geht es danach besser. Besonders wichtig ist die Reha in den ersten sechs Monaten nach dem . In dieser Zeit sind die meisten Fortschritte möglich.

Symptome

Häufige Anzeichen eines Schlaganfalls sind:

  • plötzlich auftretende Schwäche
  • Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen
  • Sprachstörungen
  • Gesichtsfeldausfall
  • Schwindel und Gangunsicherheit

Manchmal treten auch starke Kopfschmerzen auf, die mit Übelkeit und Erbrechen sowie Bewusstlosigkeit einhergehen können.

Meist ist nur eine Körperseite betroffen, sodass sich zum Beispiel der rechte Arm und / oder das rechte Bein nicht mehr richtig bewegen lassen. Typisch ist auch ein herabhängender Mundwinkel.

Ursachen

Meist wird ein Schlaganfall durch ein Blutgerinnsel ausgelöst, das ein Gefäß im Gehirn verstopft. Diese Gerinnsel bilden sich meist in den Halsschlagadern oder im Herzen und werden über den Blutkreislauf ins Gehirn geschwemmt, wo sie dann ein Gefäß blockieren. Ein Schlaganfall, der durch ein verstopftes Blutgefäß entsteht, wird als ischämischer Schlaganfall bezeichnet.

Die zweite, seltenere Ursache sind Blutungen im Gehirn, zum Beispiel weil ein Blutgefäß reißt und Blut ins Hirngewebe austritt.

Beide Ursachen führen dazu, dass ein Bereich des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Eine Blutung erhöht zudem den Druck auf das Hirngewebe, was zusätzliche Schäden verursachen kann. Je schneller behandelt und die Sauerstoffversorgung wiederhergestellt werden kann, desto größer sind die Chancen, dass der Schaden im Gehirn möglichst klein bleibt.

Risikofaktoren

Bei Gesunden bilden sich nur sehr selten Gerinnsel in den Blutgefäßen. Bestimmte Erkrankungen, Verhaltensweisen und erbliche Veranlagungen können aber das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel Rauchen, Bluthochdruck, ein erhöhter Cholesterinspiegel und Vorhofflimmern.

Wenn typische Schlaganfall-Symptome auftreten, die nach einigen Stunden von selbst wieder verschwinden, kann es sich um eine transitorische ischämische Attacke handeln (TIA). Dabei bildet sich ein Blutgerinnsel, das sich aber von allein wieder auflöst, bevor das Gehirn stärker geschädigt wurde. Eine transitorische ischämische Attacke weist auf ein erhöhtes Schlaganfallrisiko hin.

Häufigkeit

Pro Jahr bekommt etwa 1 von 1000 Menschen einen Schlaganfall. Das Risiko steigt mit dem Alter. Männer erkranken im Durchschnitt etwas häufiger als Frauen.

Folgen

Die meisten Menschen überleben einen Schlaganfall. Er kann jedoch zu folgenden Beeinträchtigungen führen:

  • Lähmungen auf einer Körperseite
  • Verkrampfungen der Muskulatur (Spastiken)
  • Schluckstörungen
  • Sprachstörungen
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
  • Sehstörungen
  • gestörte Wahrnehmung der betroffenen Körperseite (Neglect)
  • psychische Probleme wie Depressionen oder Angststörungen

Ein Teil der Betroffenen benötigt nach einem Schlaganfall Unterstützung im Alltag oder Pflege.

Oft bessern sich Beschwerden wie zum Beispiel Lähmungen im Laufe der Zeit wieder, sie können aber auch bestehen bleiben. Etwa 40 von 100 Menschen, die einen Schlaganfall überleben, haben dauerhaft stärkere Beeinträchtigungen.

Nach einem Schlaganfall ist außerdem das Risiko für einen weiteren Schlaganfall erhöht. So bekommen etwa 5 von 100 Menschen, die einen Schlaganfall überstanden haben, innerhalb des ersten Jahres einen weiteren Schlaganfall. Aber auch andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte treten häufiger bei Menschen auf, die bereits einen Schlaganfall hatten. Etwa 30 von 100 Betroffenen sterben innerhalb eines Jahres an den Folgen der Erkrankung.

Diagnose

Ein Schlaganfall ist ein Notfall. Bei jedem Verdacht ist es wichtig, sofort den notärztlichen Dienst zu rufen (Notruf 112) – und nicht darauf zu warten, dass die Beschwerden wieder verschwinden!

Nach ersten Untersuchungen durch die Notärztin oder den Notarzt werden Betroffene möglichst in ein auf Schlaganfälle spezialisiertes Krankenhaus gebracht. Dort finden sofort umfassende Untersuchungen statt, um die Ursache der Beschwerden festzustellen und rasch mit der Behandlung beginnen zu können. Oft gehört dazu eine Computer- oder Magnetresonanztomografie.

Vorbeugung

Ob und welche besondere Vorbeugung gegen einen Schlaganfall sinnvoll ist, hängt von weiteren Erkrankungen und Risikofaktoren ab.

Bei hohem Blutdruck lässt sich das Schlaganfall-Risiko durch blutdrucksenkende Medikamente verringern. Besteht ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln, zum Beispiel bei Vorhofflimmern, kommen gerinnungshemmende Medikamente infrage. Auch Medikamente zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels (Statine) können schützen.

Diese Maßnahmen können auch für Menschen sinnvoll sein, die bereits einen Schlaganfall hatten: Sie senken das Risiko für einen erneuten Schlaganfall.

Manchmal wird ein Eingriff empfohlen, bei dem Gefäßverengungen beispielsweise in der Halsschlagader beseitigt werden. Bei einer starken Verengung und anhaltenden Beschwerden ist auch das Einsetzen einer Gefäßstütze (Stent) aus Drahtgeflecht möglich, um ein Gefäß dauerhaft offen zu halten. Vor einem solchen Eingriff sollten aber Nutzen und Schaden besonders gut abgewogen werden.

Behandlung

Die Akutbehandlung hat zum Ziel, Leben zu retten und die Folgen des Schlaganfalls so gering wie möglich zu halten. Wie behandelt wird, hängt vor allem davon ab, ob der Schlaganfall durch ein Gerinnsel oder eine Hirnblutung ausgelöst wurde.

Bei einem Gerinnsel wird versucht, das Gefäß so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Dafür stehen zwei Verfahren zur Verfügung: Bei der sogenannten Thrombolyse wird das Gerinnsel durch ein Medikament aufgelöst, das über eine Infusion verabreicht wird. Bei der Thrombektomie wird das Gerinnsel mit einem Katheter aus den Hirngefäßen entfernt. Beide Verfahren werden wenn möglich kombiniert. Sie eignen sich jedoch nur für die ersten Stunden nach Symptombeginn. Umso wichtiger ist es, bei einem Schlaganfall schnell in eine Klinik zu kommen. Besonders geeignet sind spezialisierte Stationen, die sogenannten „Stroke Units“.

Bei einer Blutung kommt es darauf an, sie rasch zu stoppen, wenn nötig durch eine Operation.

Die weitere Behandlung und Überwachung hängt von der Schwere des Schlaganfalls, seinen Auswirkungen und den Ergebnissen weiterer Untersuchungen ab.

Rehabilitation

Nach einem Schlaganfall ist es für die meisten Menschen besonders wichtig, ihre Bewegungsfähigkeit, Muskelkraft und Sprache sowie ihre Selbstständigkeit wiederzuerlangen. Wichtig ist auch, das emotionale Gleichgewicht wiederzufinden.

Dazu gibt es verschiedene Rehabilitationsprogramme mit teils unterschiedlichen Inhalten. Die wichtigsten Elemente der Rehabilitation sind je nach Bedarf Krankengymnastik und Fitnesstraining, eine Sprachheilbehandlung sowie das Training der Schluckfunktion. Ziel ist es, körperliche Folgen wenn möglich zu mindern und mit ihnen umgehen zu lernen. In einer Ergotherapie wird vermittelt, wie es trotz der Einschränkungen gelingen kann, so selbstständig wie möglich im Alltag zurechtzukommen.

Die Rehabilitation beginnt meist schon während der Behandlung in der Klinik und kann anschließend in einer Rehaklinik oder ambulant fortgesetzt werden.

Leben und Alltag

Trauer und Niedergeschlagenheit sind nach einem Schlaganfall normal. Je nachdem, wie schwer ein Schlaganfall war, kann er einen enormen Einschnitt in das Leben bedeuten.

Wer vor der Erkrankung selbstständig gelebt hat und nun auf Hilfe angewiesen ist, muss zunächst mit den Folgen des Schlaganfalls zurechtkommen – sowohl psychisch als auch die praktischen Dinge des Alltags betreffend.

Therapie und Rehabilitation nach einem Schlaganfall können helfen, einen Teil der Unabhängigkeit zurückzugewinnen. Die meisten Betroffenen und ihre Familien schaffen es mit der Zeit, ihr Leben den Veränderungen durch die Erkrankung so gut es geht anzupassen.

Manche Personen entwickeln als Folge des Schlaganfalls jedoch eine behandlungsbedürftige Depression. Oft werden solche Depressionen nicht erkannt, oder eine schlechte seelische Verfassung wird als normale Reaktion angesehen und nichts dagegen unternommen. Eine Depression belastet nicht nur psychisch, sondern kann auch die körperliche Genesung beeinträchtigen. Wichtig ist, dass Betroffene und ihre Familien nach einem Schlaganfall die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um eine depressive Erkrankung zu vermeiden – oder Hilfe bekommen, wenn sich bereits eine Depression entwickelt hat.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Rehabilitation nach bietet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Was sind die Ziele einer Rehabilitation?

Die Rehabilitation soll dabei helfen,

  • wieder selbstständiger zu werden,
  • mit Einschränkungen umzugehen und
  • Folgen des Schlaganfalls wie Lähmungen, Sprachstörungen, Gedächtnisprobleme und Depressionen zu lindern.

Sie unterstützt außerdem dabei, sich auf die Rückkehr nach Hause und das Alltagsleben vorzubereiten, und bietet Hilfen für Angehörige.

Die Behandlungsziele werden gemeinsam mit den therapeutischen Fachkräften festgelegt. Sie hängen unter anderem davon ab, wie schwer die Beeinträchtigungen sind, was sich durch die einzelnen Maßnahmen erreichen lässt und welche persönlichen Bedürfnisse im Vordergrund stehen.

Sich konkrete und realistische Ziele zu setzen, kann helfen, während der Rehabilitation motiviert zu bleiben und sie so gut wie möglich zu nutzen. Solche Ziele können beispielsweise sein: wieder arbeiten gehen, ohne Hilfe laufen oder sich selbstständig um den Haushalt kümmern.

Wie erholt sich der Körper nach einem Schlaganfall?

Das Gehirn ist anpassungsfähig und plastisch. Das heißt, es können sich immer wieder neue Nervenverbindungen bilden, auch im höheren Alter. Wenn im Gehirn ein bestimmter Bereich ausfällt, kann ein anderer dessen Aufgabe übernehmen.

Dadurch kann der Körper Störungen wie Sprachprobleme oder Lähmungen ausgleichen. Das garantiert nicht, dass die Einschränkungen ganz zurückgehen. Oft lassen sie sich aber lindern. Ein gezieltes Training kann die entsprechenden Gehirnbereiche aktivieren. Dabei wird schrittweise vorgegangen. Am Anfang stehen meist einfache Übungen, oft mit Hilfsmitteln und von Therapeutinnen und Therapeuten unterstützt. Gelingen diese, sind komplexere und eigenständigere Übungen möglich. So kann es nach und nach gelingen, Fähigkeiten wiederzuerlangen oder Einschränkungen zu mindern. Je intensiver das Training, desto größer sind meist die Erfolgschancen.

Was beinhaltet eine Reha?

Zu einer Rehabilitation gehören:

  • / Krafttraining: Wer im Rollstuhl sitzt oder bettlägerig ist, kann beispielsweise üben, von einem Stuhl oder aus dem Bett aufzustehen und einige Schritte zu gehen. Durch Training von Gleichgewicht, Kraft und Ausdauer kann man lernen, wieder sicherer zu gehen. Auch Einschränkungen von Arm und Hand lassen sich mit Übungen mindern – zum Beispiel, indem der gelähmte Arm verstärkt benutzt wird. Dies kann auch Schulterschmerzen vorbeugen.
  • : Menschen, die einen hatten, haben häufig Schwierigkeiten, Sätze zu bilden oder Worte zu finden. Bei anderen ist die Aussprache undeutlich oder verwaschen. Auch Schluckstörungen können auftreten. Diese Beeinträchtigungen lassen sich mit gezielten Übungen behandeln.
  • : Sie soll die Fähigkeiten verbessern, die für ein möglichst selbstständiges Leben nötig sind. Dazu gehören das Training von Alltagsfertigkeiten wie anziehen oder selbstständig essen, aber auch Wahrnehmungs- und Konzentrationsübungen. Bei Bedarf wird geübt, Hilfsmittel wie Rollatoren zu benutzen.
  • Neuropsychologische : Dieses psychotherapeutische Verfahren wurde speziell für Menschen mit Hirnverletzungen entwickelt. Damit lassen sich unter anderem Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung trainieren. Es geht aber auch darum zu lernen, mit den Einschränkungen im Alltag umzugehen und sie emotional zu bewältigen.
  • Pflege: Eine aktivierende Pflege unterstützt beim Essen, Waschen, An- und Auskleiden. Außerdem zeigen die Pflegekräfte, wie man sich dabei trotz Einschränkungen selbst helfen kann.

In der Reha werden Übungen erlernt, die danach zu Hause eigenständig durchgeführt werden können. Dies ist wichtig: Ein regelmäßiges Training kann auch noch nach längerer Zeit Erfolge zeigen.

Wie gut hilft eine Reha?

Viele Menschen erlangen durch eine Rehabilitation wichtige Fähigkeiten wieder. Die meisten Verbesserungen zeigen sich normalerweise in den ersten sechs Monaten nach dem . Vor allem bei Jüngeren lassen sich die Einschränkungen auch danach noch deutlich lindern. Aber auch einige ältere Menschen können sich Jahre nach dem noch erholen.

Wie gut die Erholungschancen sind, hängt vor allem davon ab, welche Gehirnregion vom betroffen ist und wie schwer dieser war. Zudem erholen sich Menschen besser, die schon vor dem einen eher aktiven Lebensstil hatten.

Wichtig ist

Es hilft, über die Therapiestunden in der Reha hinaus selbstständig zu trainieren und die Übungen regelmäßig zu wiederholen. Je häufiger bestimmte Übungen wiederholt werden, desto wahrscheinlicher ist der Behandlungserfolg.

Wie wird eine Rehabilitation beantragt?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus stellen den Antrag und organisieren die Verlegung in eine Rehabilitationsklinik. Zuständig sind der Sozialdienst und das „Entlassmanagement“ des Krankenhauses.

Die Rehabilitation wird bei der Rentenversicherung oder der Krankenkasse beantragt. Diese bewilligen die Reha zunächst für drei Wochen. Sie kann aber bei Bedarf verlängert werden. Ob das sinnvoll ist, wird im Verlauf der Reha mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten besprochen.

Welche Formen der Rehabilitation gibt es?

Nach einem kommen zwei Formen der Rehabilitation infrage:

  • neurologische Rehabilitation
  • geriatrische Rehabilitation

Eine neurologische Rehabilitation beinhaltet mehr Therapiestunden als eine geriatrische und zielt vor allem darauf ab, wieder in den Beruf zurückkehren zu können. Eine geriatrische Rehabilitation richtet sich hauptsächlich an ältere Menschen mit mehreren Vorerkrankungen.

Manchmal kommt auch eine teilstationäre oder eine ambulante Rehabilitation infrage. Dabei ist man tagsüber in der Rehaklinik, aber abends und am Wochenende zu Hause (teilstationäre Reha). Oder die Reha findet in Einrichtungen statt, die nur für die Behandlungstermine besucht werden (ambulante Reha). Voraussetzung für eine teilstationäre oder ambulante Reha ist, dass man sich entweder selbst versorgen kann oder die Versorgung durch andere gesichert ist.

Nach dem Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik werden die Maßnahmen meist fortgeführt. Dies organisiert der Sozialdienst der Rehabilitationsklinik vor der Entlassung. Bei der Planung prüfen die Fachkräfte auch, ob zu Hause spezielle Hilfsmittel nötig sind oder die Wohnung anders gestaltet werden muss. Die weitere ambulante Versorgung wird meist von hausärztlichen Praxen koordiniert.

Wann kommt eine Rehabilitation nicht infrage?

Manche Menschen sind so schwer erkrankt oder so gebrechlich, dass eine Rehabilitation für sie nicht infrage kommt. Sie werden weiter pflegerisch unterstützt. Vielleicht kommt auch eine palliative Versorgung infrage, bei der es vor allem darum geht, die verbleibende Lebenszeit zu begleiten und die Beschwerden so gering wie möglich zu halten.

Wie gelingt die Rückkehr in den Alltag?

Menschen sind nach einem in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Manche sind sehr alt und krank und benötigen in erster Linie Pflege. Bei der Organisation der pflegerischen Versorgung helfen beispielsweise Sozialdienste oder Pflegeberatungsstellen. Je nach Situation ist die Pflege im eigenen Haushalt oder in einem Pflegeheim möglich. Der Antrag auf Pflegeleistungen wird bei der Pflegekasse der zuständigen Krankenkasse gestellt.

Andere Menschen sind noch berufstätig und möchten nach der Rehabilitation wieder arbeiten. Für sie gibt es verschiedene Wiedereingliederungshilfen. Eine Möglichkeit für die Rückkehr in den Berufsalltag ist das „Hamburger Modell“. Es beinhaltet, gemeinsam mit dem Arbeitgeber eine schrittweise Rückkehr an den Arbeitsplatz zu planen. Dabei ist es besonders wichtig, zu schauen, welche Tätigkeiten nach der Erkrankung möglich sind und ob besondere Unterstützung nötig ist. Auch eine Anpassung des Arbeitsplatzes und die Anschaffung von Hilfsmitteln sind möglich. Vor allem zu Anfang ist es wichtig, sich nicht zu überfordern und das Arbeitspensum der eigenen Belastungsfähigkeit anzupassen.

Sportvereine bieten Rehasport an, an dem auch Menschen nach einem teilnehmen können. Dabei wird in Gruppen Ausdauer, Kraft und Koordination trainiert – beispielsweise mit Gymnastik, Bewegungsspielen oder Schwimmen. Ärztinnen und Ärzte können Rehasport verordnen, gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für mindestens 1 bis 2 Jahre.

Quellen

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