Unterstützung in der Corona-Krise

Einleitung
Einleitung
Durch die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 begann Anfang 2020 eine weltweite Pandemie. Das Virus löst die Erkrankung Covid-19 aus. Mittlerweile entwickeln die meisten Menschen mit einer Infektion höchstens erkältungsähnliche Symptome, wenige erkranken noch schwer. Das Risiko für einen schweren Verlauf steigt mit dem Alter und bestimmten Vorerkrankungen an. Es stehen Impfstoffe und Medikamente zur Verfügung, die vor den Folgen der Erkrankung schützen können.
Heuschnupfen oder Corona? Wie sich die Symptome unterscheiden
Mit dem Frühjahr beginnt die Pollensaison. Damit bekommen viele Menschen mit Heuschnupfen allergische Beschwerden. Die häufigsten Beschwerden von Heuschnupfen und einer Erkrankung durch das Coronavirus (Covid-19) unterscheiden sich deutlich. Aber bei beiden Erkrankungen können auch immer wieder Beschwerden auftreten, die sich ähneln.
Der klarste Unterschied: Bei Heuschnupfen steht allergischer Schnupfen (Niesen und laufende Nase) sowie Augenjucken im Vordergrund. Bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus sind es Husten und Fieber.
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Infarktsymptome: nicht abwarten – handeln!
Seit Beginn der Corona-Pandemie zeigt sich in vielen Kliniken ein ähnliches Bild: Es kommen weniger Menschen also sonst mit Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle derzeit tatsächlich gesunken ist. Es könnte eher sein, dass Betroffene bei Infarkt-Symptomen wie Brustschmerzen oder Lähmungserscheinungen abwarten – vielleicht auch aus Angst, sich in einer Klinik mit dem Coronavirus anzustecken.
Im Falle eines Infarkts ist schnelle medizinische Hilfe nötig. Wichtig ist, bei Anzeichen sofort die 112 anzurufen. Das Personal in Rettungswagen und Kliniken hat sich gut auf die neue Situation eingestellt.
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Erste Hilfe: Auch ohne Beatmung sinnvoll
Wenn es bei einem Menschen zu einem Kreislaufstillstand kommt, ist eine sofortige Wiederbelebung (Reanimation) sehr wichtig. Angesichts der Corona-Pandemie stellt sich die Frage, ob man sich dabei nicht einem Ansteckungsrisiko aussetzt.
Das Risiko ist aber sehr gering, wenn Sie die allgemeinen Hygieneregeln beachten.
Wichtig zu wissen: Sie müssen eine bewusstlose Person nicht beatmen.
Im Notfall kommt es vor allem darauf an, ruhig zu bleiben und sich an folgendes Schema zu halten:
- Prüfen Sie, ob die Person bewusstlos ist und nicht normal atmet.
- Rufen Sie die Notrufnummer 112 an.
- Beginnen Sie mit einer Herzdruckmassage.
Wenn Sie diese drei Schritte zügig befolgen, machen Sie alles richtig.Wichtig ist vor allem, sofort mit der Wiederbelebung zu beginnen! Zögern Sie nicht, aus Angst etwas falsch zu machen.
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Schlaflos in der Corona-Krise: Was tun?
Wer schlecht geschlafen hat, fühlt sich morgens oft „wie gerädert“. In der Corona-Krise geht das vielen so: Zukunftssorgen und neue Belastungen im Alltag rauben den Schlaf. Verständlich, denn Sorgen und Stress gehören zu den häufigsten Ursachen für Schlafstörungen. Was kann dabei helfen, zur Ruhe zu finden und wieder besser durchzuschlafen?
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Bluthochdruck: Medikamente weiter einnehmen
Nach allem was man weiß, verläuft eine Coronavirus-Infektion auch bei Personen mit hohem Blutdruck meist milde. Schwere Verläufe sind nach aktuellen Erkenntnissen nicht häufiger als bei Menschen mit normalen Blutdruck. Manche Menschen mit Bluthochdruck haben aber noch andere Erkrankungen, die schwere Verläufe begünstigen können.
Menschen mit Bluthochdruck oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollen ihre Medikamente weiterhin einnehmen. Eine aktuelle Analyse mehrerer Studien zeigt, dass auch Personen, die ACE-Hemmer oder Sartane nehmen, kein erhöhtes Risiko für einen schweren Erkrankungsverlauf bei einer Covid-19-Ekrankung haben.
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Corona & Co.: Die Antwort des Immunsystems
Wenn über mögliche Therapien und Impfstoffe gegen Covid-19 berichtet wird, geht es immer auch um das Abwehrsystem, um Immunität, Antikörper und T-Zellen. Doch wie arbeitet das Immunsystem eigentlich, und welche Organe gehören dazu?
Das Immunsystem bekämpft Krankheitserreger und Schadstoffe auf der Haut, im Gewebe und in Körperflüssigkeiten wie Blut. Ganze Organe und Gefäßsysteme wie die Lymphbahnen gehören dazu, aber auch einzelne Zellen und Eiweißstoffe. Es besteht aus der angeborenen und der erworbenen Abwehr, die normalerweise Hand in Hand arbeiten: Auch gegen neue Erreger wie das Coronavirus ist die angeborene Abwehr sofort einsatzbereit und verhindert eine ungebremste Ausbreitung der Viren im Körper. Das verschafft der erworbenen Abwehr ein paar Tage Zeit, die sie braucht, um hochwirksame Gegenmittel wie zum Beispiel Antikörper zu erzeugen. Das „Gedächtnis“ der erworbenen Abwehr sorgt bei den meisten Erregern auch dafür, dass man zumindest ein paar Jahre geschützt ist.
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Symptome
Die häufigsten Beschwerden bei Covid-19 (Omikron-Variante) sind:
- Husten
- Schnupfen
- Abgeschlagenheit
- Halsschmerzen
- Kopfschmerzen
- Fieber
Seltener treten beispielsweise Gliederschmerzen, Kurzatmigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Durchfall auf. Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns sind bei einer Infektion mit der Omikron-Variante des Virus deutlich seltener als bei früheren Virusvarianten.
Eine Infektion kann auch ohne Symptome verlaufen. Symptomlose Menschen können das Virus dennoch weitergeben.
Ursachen
Covid-19 wird durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht. Das Virus gehört zu einer Familie, die im Tierreich weit verbreitet ist, und die von Tieren auf den Menschen überspringen können. Verwandte Viren wie MERS oder SARS-CoV-1 haben in den letzten Jahren bereits Infektionswellen ausgelöst, die aber begrenzt geblieben sind. Die Herkunft des Coronavirus SARS-CoV-2 ist bislang noch nicht geklärt.
Zudem gibt es weitere, lange bekannte und bei Menschen weit verbreitete Coronaviren, die vor allem Erkältungen auslösen können.
Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird hauptsächlich über Tröpfchen und Aerosole übertragen. Diese entstehen beim Atmen, Sprechen, Singen, Husten oder Niesen. Werden sie von anderen Menschen eingeatmet und gelangen auf die Schleimhäute von Nase oder Rachen, kann man sich anstecken.
Tröpfchen sind relativ groß und sinken schnell zu Boden. Aerosole sind dagegen sehr klein, können länger in der Luft schweben und sich in Räumen verteilen.
Übertragungen passieren leichter, wenn der Abstand zu einer infizierten Person weniger als 1 bis 2 Meter beträgt. In geschlossenen Räumen kann man sich aber auch anstecken, wenn man weiter entfernt ist. Lüften verringert die Menge der Aerosole in der Luft. Allgemein ist das Risiko einer Ansteckung in Innenräumen am größten. Draußen ist das Ansteckungsrisiko deutlich kleiner.
Die Übertragung über Oberflächen ist zwar möglich, aber offenbar sehr selten.
Coronaviren enthalten Erbmaterial, das für die Herstellung der Virusbestandteile sorgt. Wenn sich das Erbmaterial ändert, kann das auch Eiweißstoffe auf der Oberfläche des Virus verändern. Dies nennt man Mutation. Mutationen haben meist keine großen Auswirkungen. Eine Folge kann aber sein, dass sich das Virus schneller vermehrt oder von der Immunabwehr schlechter erkannt wird. Bestimmte Virusvarianten – wie die Omikron-Variante – breiten sich dann schneller aus. Das Robert Koch-Institut (RKI) informiert über die in Deutschland verbreiteten Coronavarianten.
Risikofaktoren
Das Risiko einer Ansteckung hängt von vielen Einflüssen ab. Der wichtigste Faktor ist aber die aktuelle Zahl der Infizierten in der Bevölkerung und im eigenen Umfeld. Je höher die Zahl, desto größer ist das Risiko, dass man Kontakt mit einer infizierten Person hat. Wenn man sich oft und mit engem Kontakt in größeren Gruppen aufhält, steigt das Ansteckungsrisiko. Außerdem sind die verschiedenen Virusvarianten unterschiedlich ansteckend.
Im Winter verbreitet sich das Coronavirus stärker als im Sommer. Ein Grund dafür ist, dass man sich dann mehr in Innenräumen aufhält. Aber auch Umweltfaktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Sonnenlicht können eine Rolle spielen.
Bei einer Infektion haben die meisten Menschen Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Das Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 hängt sehr davon ab, ob man geimpft ist oder bereits eine Infektion hinter sich hat. Davon abgesehen steigt das Risiko mit dem Alter. Auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen erkranken eher schwer. Zu diesen Vorerkrankungen zählen beispielsweise Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Adipositas, Krebs oder eine Immunschwäche. Auch Menschen mit einem Down-Syndrom haben ein erhöhtes Risiko.
Häufigkeit
Die meisten Menschen in Deutschland haben bereits eine oder mehrere Coronainfektionen hinter sich, entweder mit Symptomen oder unbemerkt. Aktuelle und aussagekräftige Zahlen zum Infektionsgeschehen gibt es nicht, da die meisten Infektionen nicht mehr erfasst werden.
Verlauf
Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen vergehen etwa drei Tage. Etwa 1 bis 2 Tage vor Symptombeginn können Infizierte schon ansteckend für andere sein. In den ersten Tagen nach Beginn der Beschwerden ist die Ansteckungsgefahr am höchsten, danach nimmt sie ab, weil dann die Immunabwehr die Vermehrung der Coronaviren bremst. Wer schwer an Covid-19 erkrankt oder immungeschwächt ist, kann aber länger ansteckend sein.
Ein Teil der Coronainfizierten bleibt beschwerdefrei und bemerkt die Infektion deshalb nicht. Andere entwickeln erkältungsähnliche Beschwerden, die sich meist innerhalb weniger Wochen wieder legen.
Eine Covid-19-Erkrankung verläuft mittlerweile nur selten schwer. Die Viren vermehren sich dann auch in der Lunge. Der Sauerstoffgehalt im Blut fällt stark ab, das Atmen fällt schwerer. Die Reaktion des Immunsystems kann eine Lungenentzündung verursachen, die im schlimmsten Fall zum Lungenversagen führt. Wenn nicht mehr genug Sauerstoff ins Blut gelangt, muss unter Umständen beatmet werden.
Die Infektion kann auch auf andere Organe wie das Herz, das Nervensystem oder die Nieren übergreifen. Bei einigen schwer Erkrankten kommt es zu einer starken Entzündungsreaktion, in deren Folge mehrere Organe versagen können. Covid-19 kann zudem das Risiko für Thrombosen und Schlaganfälle erhöhen.
Ein schwerer Verlauf entwickelt sich oft plötzlich: In den ersten Tagen zeigen sich nur leichte Beschwerden, bevor sich der Zustand dann innerhalb von einigen Stunden verschlechtert.
Bei Kindern verläuft die Erkrankung fast immer leicht. Sie haben keine Symptome oder lediglich Erkältungsbeschwerden. Kinder müssen auch nur selten auf einer Intensivstation behandelt werden. In den ersten beiden Jahren der Pandemie wurde bei einigen Kindern das „PIMS-Syndrom“ (Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome) beobachtet, das wenige Wochen nach einer Covid-19-Erkrankung auftreten kann. Dabei führt eine Überreaktion des Immunsystems zu schweren Entzündungen der Gefäße und verschiedener Organe. Mögliche Symptome sind anhaltend hohes Fieber, Bindehautentzündung, Erbrechen und Hautausschlag. Das PIMS-Syndrom ist eine ernsthafte Erkrankung, lässt sich aber meist gut behandeln. In Deutschland treten mittlerweile so gut wie keine PIMS-Fälle mehr in Zusammenhang mit COVID-19 auf.
Schwangere erkranken nur selten schwer an Covid-19. Wenn doch, kann sich das Risiko für bestimmte Geburtskomplikationen erhöhen. Es kann zum Beispiel zu einer Frühgeburt kommen. Dass eine Mutter das Virus vor der Geburt an das Ungeborene weitergibt, ist unwahrscheinlich. Während und nach der Geburt ist dies eher möglich. Die Kinder von Schwangeren mit einer leichten Covid-19-Erkrankung kommen aber ebenso gesund zur Welt wie andere Kinder.
Folgen
Die meisten Menschen mit Covid-19 sind innerhalb weniger Wochen wieder gesund. Nur wenige müssen im Krankenhaus behandelt werden. Einige davon benötigen eine Intensivbehandlung, und manche sterben. In den ersten beiden Jahren der Pandemie war dieses Risiko deutlich höher als jetzt.
Mittlerweile sind die meisten Menschen in Deutschland geimpft und / oder haben mindestens eine Infektion überstanden. Sie haben dadurch in der Regel einen sehr guten Immunschutz gegen eine schwere Erkrankung. Zudem führt eine Infektion mit den häufigen Virusstämmen seit Omikron seltener zu einem schweren Verlauf wie eine Infektion mit früheren Virusvarianten. Weniger als 1 von 1000 Infizierten sterben noch an der Erkrankung – wie viele weniger es sind, ist jedoch unklar, da es keine verlässlichen Zahlen dazu gibt.
Das Risiko für einen schweren Verlauf hängt auch von Vorerkrankungen und vom Alter ab. Bei jüngeren Menschen ist das Risiko sehr gering, mit dem Alter oder bei einer Immunschwäche steigt es. Aber auch die meisten älteren Menschen haben mittlerweile höchstens Erkältungssymptome.
Wer sehr schwer erkrankt, kann Monate brauchen, um sich davon zu erholen. Es können körperliche Schäden zurückbleiben. Zudem ist eine schwere Erkrankung psychisch sehr belastend.
Auch nach einer leichteren Erkrankung berichtet ein Teil der Betroffenen von anhaltenden Problemen wie Müdigkeit, eingeschränkter Belastbarkeit, Kurzatmigkeit, Störung des Geschmacks- und Geruchssinns, Muskelschwäche und Konzentrationsstörungen. Depressive Beschwerden und Ängste können hinzukommen. Solche Langzeit-Beschwerden werden als Long Covid bezeichnet, wenn sie länger als vier Wochen nach der Infektion anhalten. Halten sie länger als zwölf Wochen an, spricht man von Post Covid. Wie viele Menschen davon betroffen sind und warum die Beschwerden bei manchen länger anhalten, ist bislang unklar.
Nach einer Infektion besteht meist ein gewisser Immunschutz, der vor einer neuen Ansteckung und vor allem vor einer (erneuten) schweren Covid-19-Erkrankung bewahren kann.
Diagnose
Covid-19 lässt sich nicht allein anhand der Beschwerden feststellen, da diese meist einer Erkältung oder Grippe ähneln. Eine Coronainfektion kann dann aber beispielsweise durch einen Antigentest festgestellt werden. Bei einem Antigentest (Schnelltest) nimmt man einen Abstrich aus dem Rachen oder der Nase. Diese Tests reagieren auf Eiweißstoffe von Coronaviren. Nach 15 bis 30 Minuten zeigt sich das Ergebnis. Antigentests sind unter anderem in Supermärkten, Apotheken und Drogerien erhältlich.
Zwar übersehen Antigentest recht häufig eine Infektion – hat jemand aber typische Symptome und einen positiven Antigentest, kann man davon ausgehen, dass sie oder er an Covid-19 erkrankt ist. Antigentests liefern nur selten falsch-positive Ergebnisse: Dann zeigt der Test ein positives Ergebnis an, obwohl keine Infektion besteht.
Genauer ist dagegen ein PCR-Test. Dabei wird ebenfalls ein Abstrich aus Nase oder Rachen genommen und im Labor auf das Erbgut des Virus untersucht. Ein PCR-Test kann auch kleine Virusmengen nachweisen. Er kann aber keine länger zurückliegende Ansteckung erkennen.
Das Ergebnis eines PCR-Tests liegt meist innerhalb von 1 bis 2 Tagen vor. PCR-Tests werden nur noch erstattet, wenn sie in einer Arztpraxis oder einer Klinik durchgeführt werden.
Wer vermutet, sich angesteckt zu haben und Fragen dazu hat, kann eine Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 anrufen. In Notfällen, etwa bei Atemnot, ruft man am besten den Notarztwagen unter der Nummer 112.
Vorbeugung und Impfung
Eine Impfung kann vor den Folgen einer Covid-19-Erkrankung schützen. Für Menschen ab dem Alter von 6 Monaten sind Impfstoffe zugelassen. Auch Schwangere können sich impfen lassen.
Trotz Impfung ist eine Ansteckung möglich, und viele haben trotz Impfung zumindest Erkältungssymptome. Schwere Verläufe verhindert die Impfung sehr wirksam. Eine Auffrischimpfung ("Booster") kann den Impfschutz wieder verbessern.
Es sind verschiedene Impfstoffe zugelassen:
| Name des Impfstoffs | Altersgruppe (gemäß Zulassung) | Hersteller |
|---|---|---|
| Comirnaty | ab 6 Monaten | Biontech/Pfizer |
| Spikevax | ab 6 Monaten | Moderna Biotech |
| Nuvaxovid | ab 12 Jahren | Novavax |
| Jcovden | ab 18 Jahren | Janssen-Cilag / Johnson und Johnson |
| VidPrevtyn Beta | ab 18 Jahren | Sanofi Pasteur |
| Bimervax | ab 16 Jahren | HIPRA Human Health S.L. |
Die Empfehlungen zum Umgang mit Corona ähneln mittlerweile denen anderer Atemwegsinfektionen. Das heißt vor allem:
- Bei Symptomen möglichst den engen Kontakt zu anderen Menschen meiden oder zuhause bleiben.
- Das Tragen einer Maske (medizinisch oder FFP2) oder Abstand halten kann in bestimmten Situationen dazu beitragen, sich oder andere nicht anzustecken.
- Husten oder Niesen in ein Taschentuch oder die Armbeuge.
- Regelmäßig die Hände zu waschen kann dabei helfen, Viren nicht weiterzutragen.
- Das Lüften von Innenräumen kann die Konzentration von Aerosolen verringern.
Ein Antigentest hilft einzuschätzen, ob man noch ansteckend für andere ist.
Behandlung
Bei einer leichten Covid-19-Erkrankung reicht es meist aus, sich zu schonen, bis die Beschwerden vorüber sind. Bei Fieber und Schmerzen können Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen helfen.
Bei einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf stehen verschiedene virushemmende Mittel zur Verfügung: Dazu zählen Nirmatrelvir / Ritonavir (Paxlovid) und Remdesivir (Veklury). Für alte und vorerkrankte Personen mit einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf kommen eventuell Medikamente zur Blutverdünnung (Gerinnungshemmer) infrage. Die sogenannten monoklonalen Antikörper werden nicht mehr bei der Behandlung eingesetzt.
Welches Medikament sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab. So kann es beispielsweise eine Rolle spielen, welche Begleiterkrankungen jemand hat und ob sie oder er noch andere Medikamente einnimmt. Denn es können Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten auftreten. Es spielt auch eine Rolle, welche Virusvarianten zirkulieren, denn manche Mittel wirken nur gegen bestimmte Varianten. Die Medikamente sollten möglichst früh nach Beginn der Symptome eingenommen werden.
Für Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf kann es auch sinnvoll sein, täglich die Sauerstoffsättigung im Blut zu messen. Entsprechende Geräte gibt es in Apotheken und Drogerien. Hausärztinnen und -ärzte sollen sich bei diesen Patientinnen und Patienten regelmäßig danach erkundigen, wie es ihnen geht. Wenn sich die Beschwerden verschlechtern, kann es nötig sein, sich in ein Krankenhaus einweisen zu lassen.
Menschen mit einem schwereren Verlauf werden in einem Krankenhaus behandelt. Dort können weitere Medikamente (zum Beispiel Kortison-Präparate) oder Sauerstoff gegeben werden. Ist die Atmung stärker beeinträchtigt, erfolgt die Behandlung auf einer Intensivstation. Menschen mit einem Lungenversagen müssen häufig beatmet werden.
Bei einem sehr schweren Lungenversagen kann eine sogenannte ECMO (Extrakorporale Membran-Oxygenierung) eingesetzt werden. Dabei wird das Blut außerhalb des Körpers über eine Maschine mit Sauerstoff angereichert und danach in den Körper zurückgeleitet. Die Behandlung mit einer ECMO ist für den Körper sehr belastend und dauert meist viele Wochen.
Rehabilitation
Menschen, die nach einer Covid-19-Erkrankung geschwächt sind oder dauerhafte Beschwerden haben, können eine medizinische Rehabilitation beantragen. Diese umfasst beispielsweise Atemtherapien, Bewegungs- und Krafttraining, Psychotherapie und Ergotherapie. Nach der Reha ist eine stufenweise Eingliederung in den Berufsalltag möglich. Berufstätige stellen einen Antrag auf Rehabilitation bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Menschen, die nicht mehr erwerbstätig sind, stellen den Antrag bei ihrer Krankenkasse.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Coronavirus gibt es hier:
- Bundesgesundheitsministerium (BMG)
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
- Robert Koch-Institut (RKI)
Informationen zu Long-COVID und zum Post-Covid-Syndrom bieten die Long COVID Vernetzungsstelle der BAG Selbsthilfe und das Bundesministerium für Gesundheit.